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Umineko no Naku Koro ni

Mai 8, 2012

Wie schon sein Vorgänger Higurashi no Naku Koro ni ist diese Anime-Serie ursprünglich als Sound Novel der Gruppe 07th Expansion erschienen. Es gibt verschiedene Adaptionen als Manga und 2009 ist schließlich die erste Staffel der Anime-Serie mit bislang 26 Folgen erschienen. Der Titel bedeutet übersetzt soviel wie „Wenn sie Möwen schreien“.

Das Szenario ist ein typisches: Auf der einsamen Insel Rokkenjima treffen sich die Mitglieder der Familie Ushiromiya, um über die Verteilung des Familienerbes zu diskutieren. Das Familienoberhaupt Kinzo soll nämlich nicht mehr lange zu leben haben. Nach kurzer Zeit allerdings kommt es zu ungewöhnlichen Todesfällen unter den Besuchern. Gleichzeitig hindert sie ein Taifun an einer Abreise. Zunächst kommt es zu Verdächtigungen untereinander, doch dann finden sie eine Tafel im Anwesen, die die geschehenen Morde beschreibt und noch weitere vorhersagt. Die einzige Möglichkeit ihrer Rettung soll der Schrift zufolge das Auffinden des versteckten Familiengoldes sein, welches eine Hexe mit dem Namen Beatrice dem Familienoberhaupt Kinzo überlassen haben soll.

Auch Umineko no Naku Koro ni ist wie sein Vorgänger in mehrere Story Arcs aufgeteilt, in der ersten Staffel sind es vier. In diesen werden zahlreiche Fragen aufgeworfen, die nur zum Teil geklärt werden. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Personen auf der Insel durch übernatürliche Ursachen gestorben sind, was die Existenz von Magie beweisen würde. Genau diese versucht der Protagonist Battler Ushiromiya zu widerlegen. Auf die Aufklärung muss man allerdings noch eine Weile warten: Eine Fortsetzung des Animes ist noch nicht erschienen.

Die Serie kann den Zuschauer leicht verwirren, zum einen wegen der Vielzahl an Charakteren. Zu Beginn werden die 18 Personen, die sich auf der Insel befinden, kurz vorgestellt. Man kann sich allerdings kaum merken, in welcher (Verwandtschafts-) Beziehung sie zueinander stehen. Später wird zu den meisten von ihnen zwar der Hintergrund erläutert, doch kommen im Laufe der Story immer neue Charaktere hinzu. Zum anderen passieren häufig sehr ungewöhnliche und vor allem unerwartete Dinge, die einen glauben lassen, es mit einem Fantasy-Anime zu tun zu haben. Natürlich ist es gewollt, den Zuschauer über einiges im Unklaren zu lassen, doch man muss sich wirklich konzentrieren, um das, was einem gezeigt wird, zu verstehen.

Trotz dieser Einschränkung halte ich den Anime für sehr sehenswert, wenn einen explizite Gewalt nicht abschreckt. Mit dieser wird man nämlich der Thematik entsprechend ständig konfrontiert. Das Opening Katayoku no Tori gefällt mir sehr gut, es verwendet Italienisch und Japanisch. Interessant finde ich, dass die Geschichte oft von einer Metaebene aus betrachtet wird, in der von Battler nach Erklärungen für die Morde gesucht wird. Es gibt einige Anspielungen auf Higurashi no Naku Koro ni, zum Beispiel in Form der an Rika Furude und Miyo Takano angelehnten Charaktere. Insgesamt sind die Charaktere sehr gut dargestellt, sowohl das Charakterdesign als auch ihre Persönlichkeit betreffend. Sie alle haben ihre Schwächen, viele von ihnen sind in irgendeiner Weise boshaft. Ich bin sehr gespannt, wie wohl die Aufklärung der Geschichte aussehen wird.

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Higurashi no Naku Koro ni

Februar 27, 2012

Diese Animeserie ist ursprünglich als Sound-Novel erschienen. Ihre Handlung wurde ebenfalls in mehreren Manga, Hörspielen, Light Novels und als Realfilm umgesetzt. Der Titel bedeutet auf deutsch in etwa „Zur Zeit der zirpenden Zikaden“. Die ersten beiden Staffeln umfassen insgesamt 50 Folgen.

Die Serie spielt in einem friedlich wirkenden Dorf namens Hinamizawa. Keiichi ist dort neu hergezogen und freundet sich schnell mit einigen Mädchen aus seiner Klasse an. Er findet heraus, dass jedes Jahr am gleichen Tag, nämlich zur Zeit des Watanagashi-Festivals, eine Person stirbt und eine verschwindet. Am entsprechenden Tag kommt es wie die Jahre zuvor zu einem Todes- und einem Vermisstenfall. Keiichi beginnt, seine neuen Freunde zu verdächtigen, im Zusammenhang zu den Vorfällen im Dorf zu stehen. Er glaubt, dass auch sein eigenes Leben bedroht ist.

Die Serie ist in mehrere Kapitel oder auch Story Arcs gegliedert, die jeweils etwa fünf Folgen umfassen. Nach jedem dieser Kapitel beginnt die Geschichte sozusagen wieder von Neuem, nimmt aber einen anderen Verlauf und andere Charaktere rücken in den Vordergrund. Es gibt Frage- und Antwortkapitel, die die Geschehnisse aus den Fragekapiteln erklären. Allerdings werden in der Serie insgesamt mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. Aufklärung verspricht die Fortsetzung Higurashi no Naku Koro ni Kai, die die zweite Staffel bildet und nur aus Antwortkapiteln besteht (ich habe sie noch nicht gesehen). Die dritte Staffel, Higurashi no Naku Koro ni Rei, ist als fünfteilige OVA erschienen und ihre Handlung ist relativ unabhängig von den ersten Staffeln.

Dieser Anime ist sicher nichts für Zartbesaitete, er ist nämlich dem Horror-Genre zuzuordnen und zeigt Szenen mit expliziter Gewalt. Im krassen Gegensatz dazu stehen andere Passagen, die einen Eindruck von einem Comedy-Anime vermitteln. Ich empfehle die Serie nicht, wenn ihr nach lockerer Unterhaltung sucht, denn sie ist wirklich düster, auch wenn man am Anfang einen anderen Eindruck hat. Das zeigt auch dieser Post.