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LukHash

April 29, 2012

LukHash, der auch den Namen SH Music verwendet, macht seit 2003 eigene Musik und hat bisher fünf Alben veröffentlicht.

Seine Musikrichtung kann man als eine Mischung aus Elektronik und Rock beschreiben. Teilweise erinnert sie an ältere Videospiele-Soundtracks, denn LukHash verwendet unter anderem den Commodore 64 und den Nintendo Gameboy, um 8-Bit-Musik in seine Werke einfließen zu lassen. An gewöhnlichen Instrumenten ist viel E-Gitarre zu hören, aber auch Schlagzeug, Bass und Klavier. Interessant ist, dass hin und wieder japanische Texte vorkommen, obwohl LukHash polnischer Herkunft ist.

Bekannt geworden ist er unter anderem durch sein 2011 veröffentlichtes Album Digital Memories, dessen Track Prelude auf Jamendo auf Platz 1 der beliebtesten Lieder war. Besonders beeindruckend finde ich, dass er es schafft, seine Musik live auf dem C64 zu spielen, wie man zum Beispiel in diesem Video sehen kann.

Falls ihr neugierig geworden seid: Seine Musik ist auf seiner Homepage und auf Jamendo frei verfügbar.

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Soja-Produkte von Vinh Loi

April 21, 2012

 

Vinh Loi ist ein gut sortierter Asien-Supermarkt, der sehr nah am Hamburger Hauptbahnhof gelegen ist (Klosterwall 2). Besonders hervorzuheben ist dabei die Auswahl an veganen Produkten, die Fleisch nachempfunden sind. Größtenteil sind sie aus Soja hergestellt, es gibt aber auch welche aus Pilzen. Dieses rein pflanzliche Fleisch besitzt eine interessante Faserstruktur, die tatsächlich der von echtem recht ähnlich ist, sowie mehr Eigengeschmack als beispielsweise Tofu. Man kann sich zwischen verschiedenen Formen und Geschmacksrichtungen entscheiden, dazu gehören Schinken, Hühnchen, Ente und sogar Shrimps. Manche davon sind schon in Gewürzmischungen eingelegt. Eine Packung wiegt zwischen 250 und 500g , der Preis liegt jeweils bei etwa 3€. Gerade für die startende Grillsaison ist ein Besuch sehr lohnenswert. Das vegane Fleisch hat sogar einige skeptische Carnivoren in meiner Umgebung überzeugt. 🙂

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Effektiv downloaden mit Curl

April 11, 2012

Wenn man viele Dateien auf einmal runterladen möchte, die einen ähnlichen Namen haben (sich im Idealfall nur durch eine Nummer unterscheiden), dann bietet es sich an, dafür das Kommandozeilen-Programm Curl zu verwenden.

Zunächst muss man die Adressen der Dateien herausfinden und nach welchem Schema diese benannt sind. Will man zum Beispiel 50 Bilder, die durchnummeriert sind, im aktuellen Verzeichnis speichern, muss man den folgenden Befehl ausführen. Die Option -O ist notwendig, damit wirklich Dateien erstellt werden.

curl -O "http://example.com/images/image[001-050].jpg"

Man kann so auch viele Verzeichnisse durchgehen und die Ordnerstruktur erhalten. Die folgende Zeile erstellt zehn durchnummerierte Ordner, in denen sich jeweils 50 Bilder befinden. Dabei steht #1 für den ersten Zähler und #2 für den zweiten. Man kann natürlich die Benennung entsprechend anpassen.

curl "http://example.com/images/[01-10]/image[001-050].jpg" \
-o "#1/#2.jpg" --create-dirs

Es kann sein, dass man dabei leere Dateien erstellt, wenn die  angegebene URL gar nicht existiert. Möglicherweise sind in einigen Ordnern nur 40 Bilder vorhanden sind. Mit dem find-Befehl kann man diese leeren Dateien automatisiert löschen. Der folgende Befehl löscht alle jpg-Dateien im aktuellen Ordner, die kleiner als 1000 Byte sind.

find . -name "*.jpg" -size -1000c -exec rm {} \;

Allerdings muss man sehr vorsichtig sein, wenn man find zum Löschen verwendet. Man sollte vorher sichergehen, dass es nur die richtigen Dateien trifft.

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Frühjahrsputz für Informatiker

April 2, 2012

Ich habe es tatsächlich noch in den Semsterferien geschafft, meinen Rechner neu aufzusetzen! Bei dieser Gelegenheit habe ich auch gleich meine Daten neu sortiert und dabei mein Home-Verzeichnis auf weniger als die Hälfte reduziert.

Mehrfach verschachtelte Ordner mit Namen wie „Blubb“ oder „Bla“ sind wirklich nicht besonders sinnvoll… Damit man da den Überblick nicht verliert, ist es hilfreich, ein Programm zu verwenden, das einem das Dateisystem grafisch anzeigt. Dafür habe ich xdiskusage benutzt. Man sieht dort sehr übersichtlich, wie der Platz genutzt wird. Ich habe beispielsweise so zwischen Dokumenten versteckt ein Verzeichnis mit 100 GB nicht mehr benötigten Daten entdeckt.

Das Betriebssystem habe ich von Arch Linux zu Xubuntu gewechselt. Der Grund dafür ist, dass man bei Arch Linux einen höheren Wartungsaufwand hat. Man braucht länger, bis alles eingerichtet ist, und nach Updates passiert es häufig, dass nicht mehr alles funktioniert wie vorher. Dadurch muss man sich viel mit der Konfiguration befassen. Dagegen verliefen bei Xubuntu sowohl die Installation als auch die nachfolgende Einrichtung problemlos, obwohl ich den alternativen Installer zur Full Disk Encryption benutzt habe. Die Installation dauerte kaum eine Stunde.

Auch die grafische Oberfläche habe ich dadurch gewechselt, nämlich von Gnome 3 zu Xfce. Mit dieser Veränderung bin ich bislang sehr zufrieden. Gnome 3 ist nämlich relativ langsam und man ist durch den Fenstermanager so eingeschränkt, dass die Bedienung umständlich ist. Man kann daran auch nur wenig ändern, da es wenige Konfigurationsmöglichkeiten gibt.  Xfce hat eine große Ähnlichkeit mit Gnome 2, welches ich vor Gnome 3 genutzt habe. Zusätzlich hat es einige Funktionen, die es leichter machen, Fenster platzfüllend anzuordnen. Angenehm finde ich auch die Möglichkeit, auf dem Desktop anstatt des Inhalts des entsprechenden Ordners die laufenden Anwendungen anzuzeigen.

Der Umstieg hat sich für mich wirklich gelohnt. Durch das Aufräumen meiner Dateien und die neue Installation ist wieder mehr als die Hälfte meiner Festplatte frei (vorher hatte ich Platzprobleme). Mein neues System finde ich leichter zu bedienen und es verursacht weniger Aufwand bei der Wartung.

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Veganes von der Vleischerei

März 23, 2012

Die Vleischerei ist ein veganes Bistro in Leipzig (Stadtteil Plagwitz), das ich im Zuge meiner Buchmesse-Aktivitäten besucht habe. Ich ernähre mich selbst zwar nicht vegan, bin aber zumindest Vegetarierin. Da freut es einen natürlich besonders, mal etwas Fleischähnliches zu bekommen, das frei von tierischen Produkten ist. Auf der Speisekarte der Vleischerei stehen nämlich Vöner, Bürger, Gyros, Currywürst, Thüringer und Steäk (ja, die sind da wirklich so geschrieben). Ich denke, dass angesichts dieser Angebote auch Nicht-Vegetarier auf ihre Kosten kommen sollten. Naschereien wie vegane Gummiteddys und Smarties werden ebenfalls angeboten. Lustig sind auch die krummen Öffnungszeiten. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, wenn man gerade in der Gegend ist.

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Leipziger Buchmesse 2012

März 20, 2012

Ich war dieses Jahr das erste mal auf der Leipziger Buchmesse.
Für diejenigen, die sich darunter nicht so viel vorstellen können: Nun, was tut man so auf einer Buchmesse? Verlage, Zeitschriften oder Vereine haben dort Stände, man kann an Lesungen teilnehmen oder Autoren treffen. Es ist möglich, in ausliegenden Büchern zu stöbern.

Ich war nur einen Tag auf der Messe und habe es nur in drei der fünf Hallen geschafft, auf die die Messe verteilt war. Natürlich habe ich es nicht geschafft, alles zu sehen, was ich mir vorgenommen hatte. Wobei diese „Planung“ recht spontan stattfand, nämlich direkt auf den dort aushängenden Karten. Nächstes Jahr werde ich mir auf jeden Fall vorher ein paar Stände raussuchen, die ich auf jeden Fall besuchen möchte (und eine Karte besorgen).

Hauptsächlich war ich in dem Bereich, in dem man alles zu Comics, Rollenspiel und Fantasy finden konnte. Dort waren unter anderem ein Go-Bereich, ein Anime-Kino und diverse Merchansising-Stände. Bei Spiele-Verlagen wie Pegasus Spiele (von ihnen ist beispielsweise Munchkin) konnte man Neuerscheinungen gleich ausprobieren.

Besonders erstaunt hat mich die große Menge an Cosplayern. Es waren nicht nur viele Charaktere aus in Deutschland bekannten Anime und Manga vertreten, sondern auch aus eher unbekannten Serien, die zum Teil nie in Europa erschienen sind. Dazu zählen zum Beispiel No. 6, Higurashi no Naku Koro ni, Mahou Shoujo Madoka Magica und Steins;Gate. Es gab aber auch Cosplayer zu Filmen, Fernsehserien und sogar Musicals.

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Himitsu – Top Secret

März 10, 2012

Dieser Manga von Reiko Shimizu umfasst bis jetzt zehn Bände und wird fortgesetzt. Er wurde auch als Anime-Serie mit 26 Folgen adaptiert. Die ersten vier Bände wurden von DragonVoice übersetzt.

Der Mystery-Manga spielt etwa 50 Jahre in der Zukunft. Es wird darin eine neue Ermittlungsmethode eingesetzt, bei der die Erinnerungen von Toten über ihre Gehirne eingesehen werden. Damit sollen Morde untersucht werden, deren Aufklärung mit gewöhnlichen Mitteln nicht möglich ist. Allerdings wird durch die umfassende Einsicht in die Erinnerungen der Untersuchten massiv in ihre und die Privatsphäre der Angehörigen eingegriffen.

Das erste Kapitel bildet einen Prolog und stellt den ersten Fall vor, bei dem MRI (Memory Reproduction Imaging) als Ermittlungsmethode eingesetzt wird. Dabei geht es um die Ermordung des Präsidenten der USA im Jahre 2055.

Im Mittelpunkt der restlichen Geschichte steht eine japanische Polizeiabteilung, die diese Methode anwendet. Geleitet wird sie vom jugendlich wirkenden Tsuyoshi Maki. Als einziger hat er es überstanden, die Erinnerungen eines bestimmten Mörders zu sehen, während seine früheren Kollegen alle dadurch wahnsinnig geworden oder gestorben sind. Ikkou Aoki kommt neu in diese Abteilung. Anfangs wird er von Maki für zu naiv gehalten, doch er scheint seinem ehemaligen besten Freund und Kollegen sehr zu ähneln.

Der technische Hintergrund der Serie (soweit er einem geboten wird) ist zwar nicht gerade plausibel, aber es ist ein spannendes Gedankenexperiment, das stark an den Film The Final Cut erinnert. Es werden dem Leser interessante Fälle geboten, die auch die Grenzen der MRI-Methode aufzeigen. So wird in den Erinnerungen nur ein sehr subjektiver Teil der Wahrheit sichtbar, denn diese wird durch die Vorstellungen oder Halluzinationen der Untersuchten verfälscht. Die Autorin schiebt gelegentlich Erläuterungen zu aktuellen Forschungen oder ähnlichem ein, die das Gehirn betreffen. Neben dem technischen Aspekt und der Lösung der Fälle werden auch psychologische und ethische Probleme beleuchtet.

Insgesamt ist die Story sehr gut durchdacht und lässt einen gespannt sein auf die Fortsetzung. Die Charaktere haben Tiefe und trotz wunderschöner Zeichnungen kommen auch grausame Szenen vor. Nicht ohne Grund war dieser Manga für den Osamu-Tezuka-Kulturpreis und zum Japan Media Arts Festival nominiert.