Archive for the ‘Essen’ Category

h1

Brennnesseln sind der neue Spinat

Juli 12, 2014

Seit mir Fischkind erzählte, sie wolle Brennnesselsalat zubereiten, hatte ich große Lust, selbst einmal Pflanzen in der Natur zu sammeln und etwas Essbares daraus herzustellen. Mir gefällt der Gedanke, einfach in die Natur gehen zu können und dort Nahrung zu finden. Für den Anfang habe ich es auch mal mit Brennnesseln versucht, da man sie überall findet und leicht erkennen kann. Sie sollen außerdem sehr viel Eiweiß (so viel wie Sojabohnen) und Vitamine enthalten.

Brennnesseln in freier WildbahnUm mich vor der Ameisensäure zu schützen, kaufte ich mir also Gartenhandschuhe und ging mit einem Stoffbeutel zum Sammeln zu einer Stelle mit jungen Pflanzen. Sie haben meist weniger Brennhaare und zartere, vermutlich auch schmackhaftere Blätter. Es wird empflohlen, nur die oberen zwei bis vier Blattpaare zu pflücken. Leider musste ich dabei feststellen, dass weder die Handschuhe noch der Stoffbeutel zuverlässig vor den Brennhaaren schützen. Man muss also darauf achten, nicht direkt von oben auf die Blätter zu fassen, sondern sich vorsichtig von unten nähern.

Ich versuchte mich an einer Art Spinat aus Brennnesseln, wie es in diesem Rezept beschrieben ist. Dafür werden eigentlich 200g Blätter benötigt, aber da ich keine Ahnung hatte, nach wie viel das beim Sammeln aussieht, wurden es nachher nur 50g. Diese wurden dann abgewaschen, mit kochendem Wasser übergossen und in Butter für etwa fünf Minuten gebraten. Dann kam noch ein Klecks Schmand dazu und Salz, Pfeffer sowie Muskatnuss.

Das Ergebnis war ein ziemlich mickriger Haufen, die Blätter sind nämlich bei jedem Schritt weiter zusammengeschrumpft. Der Geschmack war nicht besonders signifikant, aber durchaus nicht schlecht. Er ist sehr sanft und wird mit dem von Mangold verglichen. Leider war ich beim Abwaschen nicht gründlich genug, sodass der Spinat zwischen den Zähnen knirschte (zumindest habe ich alle Tierchen vor dem Braten entfernt).

Mein Fazit für das nächste mal: Beim Pflücken vorsichtiger sein, mehr Blätter sammeln und besser abwaschen.

Advertisements
h1

Sommerlicher Nudelsalat

Mai 28, 2012

Zur Abwechselung gibt es mal ein Kochrezept. Da es ein kaltes Gericht ist, ist es für die warmen Temperaturen sehr gut geeignet. Ich habe dafür dieses Rezept etwas abgewandelt.

Zutaten für den Salat:
500 g Nudeln
2 Paprikaschoten (rot und gelb)
1 Bund Frühlingszwiebeln
200 g Cherry-Tomaten
200 g Rucola
50g Pinienkerne

Zutaten für das Dressing:
9 EL Olivenöl
4 EL Balsamico
1 TL Honig
3 Zehen Knoblauch
1 Zitronen
Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Man schneidet die Paprika, die Tomaten, und die Frühlingszwiebeln klein. Den Rucola zerpflückt man etwas. Die Nudeln kocht man und vermengt sie mit dem Gemüse. Die Pinienkerne müssen, sofern sie naturbelassen sind, zunächst geröstet werden. Dafür gibt man sie für eine Minute ohne Zugabe von Öl in eine heiße Pfanne. Danach sollten sie etwas brauner sein und man gibt sie zum Rest hinzu.

Für das Dressing vermengt man das Olivenöl, das Balsamico und den Honig. Letzteren kann man auch durch Zucker ersetzen, wenn man will, dass das Ganze vegan wird. Knoblauch, Zitronensaft sowie Salz und Pfeffer kann man nach Geschmack zugeben. Ich habe immer eine ganze Zitrone verwendet.

Dann gießt man das Dressing auf den Salat und vermengt ihn gut. Nun muss man ihn ziehen lassen, etwa eine Stunde. Dabei sollte man ihn gelegentlich umrühren, damit das Dressing überall hinkommt. Vorm Servieren kann man noch frisches Basilikum dazugeben.

Nimmt man die angegebene Zutatenmenge, erhält man eine große Schüssel, die für vier Personen als Hauptmahlzeit reicht. Natürlich eignet sich der Nudelsalat auch hervorragend als Beilage beim Grillen.

h1

Soja-Produkte von Vinh Loi

April 21, 2012

 

Vinh Loi ist ein gut sortierter Asien-Supermarkt, der sehr nah am Hamburger Hauptbahnhof gelegen ist (Klosterwall 2). Besonders hervorzuheben ist dabei die Auswahl an veganen Produkten, die Fleisch nachempfunden sind. Größtenteil sind sie aus Soja hergestellt, es gibt aber auch welche aus Pilzen. Dieses rein pflanzliche Fleisch besitzt eine interessante Faserstruktur, die tatsächlich der von echtem recht ähnlich ist, sowie mehr Eigengeschmack als beispielsweise Tofu. Man kann sich zwischen verschiedenen Formen und Geschmacksrichtungen entscheiden, dazu gehören Schinken, Hühnchen, Ente und sogar Shrimps. Manche davon sind schon in Gewürzmischungen eingelegt. Eine Packung wiegt zwischen 250 und 500g , der Preis liegt jeweils bei etwa 3€. Gerade für die startende Grillsaison ist ein Besuch sehr lohnenswert. Das vegane Fleisch hat sogar einige skeptische Carnivoren in meiner Umgebung überzeugt. 🙂

h1

Veganes von der Vleischerei

März 23, 2012

Die Vleischerei ist ein veganes Bistro in Leipzig (Stadtteil Plagwitz), das ich im Zuge meiner Buchmesse-Aktivitäten besucht habe. Ich ernähre mich selbst zwar nicht vegan, bin aber zumindest Vegetarierin. Da freut es einen natürlich besonders, mal etwas Fleischähnliches zu bekommen, das frei von tierischen Produkten ist. Auf der Speisekarte der Vleischerei stehen nämlich Vöner, Bürger, Gyros, Currywürst, Thüringer und Steäk (ja, die sind da wirklich so geschrieben). Ich denke, dass angesichts dieser Angebote auch Nicht-Vegetarier auf ihre Kosten kommen sollten. Naschereien wie vegane Gummiteddys und Smarties werden ebenfalls angeboten. Lustig sind auch die krummen Öffnungszeiten. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, wenn man gerade in der Gegend ist.