Archive for the ‘Computer’ Category

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Rekursives Zeichnen

Mai 16, 2012

RecursiveDrawing ist ein von Toby Schachman erstelltes Tool, das es ermöglicht, sehr einfach im Browser Fraktale zu erstellen.

Es funktioniert so, dass man zunächst aus Quadraten und Kreisen einfache Formen aufbaut. Man kann sie dabei drehen und skalieren. Interessant wird das ganze dadurch, dass eine Form auch sich selbst enthalten kann. So entstehen Bäume, Spiralen und andere spannende Muster mit selbstähnlichen Strukturen. Am besten schaut ihr euch das Tutorial-Video auf der Startseite an und legt einfach los. Es macht wirklich Spaß, damit herumzuexperimentieren!

In der nachfolgenden Gallerie seht ihr ein paar Bilder, die ich dabei in kürzester Zeit (etwa 30 Minuten) erstellt habe. Auch hier finden sich viele schöne Beispiele, die durch RecursiveDrawing entstanden sind. Leider kann man die erzeugten Bilder nicht so einfach speichern, sondern muss dazu Screenshots machen. Auch eine Funktion, um seine Aktionen rückgängig zu machen, sucht man vergeblich. Aber dafür kommt man sehr schnell zu tollen Ergebnissen, und viele Muster sind auch einfach zu rekonstruieren.

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Effektiv downloaden mit Curl

April 11, 2012

Wenn man viele Dateien auf einmal runterladen möchte, die einen ähnlichen Namen haben (sich im Idealfall nur durch eine Nummer unterscheiden), dann bietet es sich an, dafür das Kommandozeilen-Programm Curl zu verwenden.

Zunächst muss man die Adressen der Dateien herausfinden und nach welchem Schema diese benannt sind. Will man zum Beispiel 50 Bilder, die durchnummeriert sind, im aktuellen Verzeichnis speichern, muss man den folgenden Befehl ausführen. Die Option -O ist notwendig, damit wirklich Dateien erstellt werden.

curl -O "http://example.com/images/image[001-050].jpg"

Man kann so auch viele Verzeichnisse durchgehen und die Ordnerstruktur erhalten. Die folgende Zeile erstellt zehn durchnummerierte Ordner, in denen sich jeweils 50 Bilder befinden. Dabei steht #1 für den ersten Zähler und #2 für den zweiten. Man kann natürlich die Benennung entsprechend anpassen.

curl "http://example.com/images/[01-10]/image[001-050].jpg" \
-o "#1/#2.jpg" --create-dirs

Es kann sein, dass man dabei leere Dateien erstellt, wenn die  angegebene URL gar nicht existiert. Möglicherweise sind in einigen Ordnern nur 40 Bilder vorhanden sind. Mit dem find-Befehl kann man diese leeren Dateien automatisiert löschen. Der folgende Befehl löscht alle jpg-Dateien im aktuellen Ordner, die kleiner als 1000 Byte sind.

find . -name "*.jpg" -size -1000c -exec rm {} \;

Allerdings muss man sehr vorsichtig sein, wenn man find zum Löschen verwendet. Man sollte vorher sichergehen, dass es nur die richtigen Dateien trifft.

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Frühjahrsputz für Informatiker

April 2, 2012

Ich habe es tatsächlich noch in den Semsterferien geschafft, meinen Rechner neu aufzusetzen! Bei dieser Gelegenheit habe ich auch gleich meine Daten neu sortiert und dabei mein Home-Verzeichnis auf weniger als die Hälfte reduziert.

Mehrfach verschachtelte Ordner mit Namen wie „Blubb“ oder „Bla“ sind wirklich nicht besonders sinnvoll… Damit man da den Überblick nicht verliert, ist es hilfreich, ein Programm zu verwenden, das einem das Dateisystem grafisch anzeigt. Dafür habe ich xdiskusage benutzt. Man sieht dort sehr übersichtlich, wie der Platz genutzt wird. Ich habe beispielsweise so zwischen Dokumenten versteckt ein Verzeichnis mit 100 GB nicht mehr benötigten Daten entdeckt.

Das Betriebssystem habe ich von Arch Linux zu Xubuntu gewechselt. Der Grund dafür ist, dass man bei Arch Linux einen höheren Wartungsaufwand hat. Man braucht länger, bis alles eingerichtet ist, und nach Updates passiert es häufig, dass nicht mehr alles funktioniert wie vorher. Dadurch muss man sich viel mit der Konfiguration befassen. Dagegen verliefen bei Xubuntu sowohl die Installation als auch die nachfolgende Einrichtung problemlos, obwohl ich den alternativen Installer zur Full Disk Encryption benutzt habe. Die Installation dauerte kaum eine Stunde.

Auch die grafische Oberfläche habe ich dadurch gewechselt, nämlich von Gnome 3 zu Xfce. Mit dieser Veränderung bin ich bislang sehr zufrieden. Gnome 3 ist nämlich relativ langsam und man ist durch den Fenstermanager so eingeschränkt, dass die Bedienung umständlich ist. Man kann daran auch nur wenig ändern, da es wenige Konfigurationsmöglichkeiten gibt.  Xfce hat eine große Ähnlichkeit mit Gnome 2, welches ich vor Gnome 3 genutzt habe. Zusätzlich hat es einige Funktionen, die es leichter machen, Fenster platzfüllend anzuordnen. Angenehm finde ich auch die Möglichkeit, auf dem Desktop anstatt des Inhalts des entsprechenden Ordners die laufenden Anwendungen anzuzeigen.

Der Umstieg hat sich für mich wirklich gelohnt. Durch das Aufräumen meiner Dateien und die neue Installation ist wieder mehr als die Hälfte meiner Festplatte frei (vorher hatte ich Platzprobleme). Mein neues System finde ich leichter zu bedienen und es verursacht weniger Aufwand bei der Wartung.

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Manga auf dem Kindle lesen

Februar 28, 2012

Manga findet man häufig nur in Form von vielen Bilddateien vor, die man nicht auf dem Kindle betrachen kann (ich weiß nicht, wie es auf anderen E-Book-Readern ist). Deswegen soll es hier darum gehen, wie man sie einfach und schnell in pdf-Dateien umwandeln kann.

Wenn man nur wenige jpg-Dateien (etwa bis zu 200 Bilder) umwandeln will, dann reicht es, den Befehl convert aus dem Paket imagemagick im entsprechenden Ordner in der Shell auszuführen.

convert *.jpg beispiel.pdf

Für viele andere Bildformate funktioniert das auch. In der Ausgabedatei sind die Bilder in ihrer alphabetischen Reihenfolge aneinandergehängt.

Wenn die Zahl der Bilder sehr groß ist, genügt der verfügbare Arbeitsspeicher oftmals nicht, um den Befehl ausführen. Dann kann man die Bilder in mehreren Blöcken umwandeln, zum Beispiel zuerst die ersten 200 Bilder.

convert {001..200}.jpg beispiel1.pdf

Häufig hat man aber viele Ordner, in denen jeweils ein Kapitel abgelegt ist. Dann kann man schnell aus jedem Kapitel ein pdf erstellen.

for NR in {001..020}; do convert $NR/*.jpg $NR.pdf; done

Dieser Befehl geht in die Ordner mit den Namen 001 bis 020 und erzeugt für jeden von ihnen eine Datei mit dem Namen des Ordners. Dann kann man sie noch zu einer einzelnen Datei zusammenfügen.

pdftk *.pdf output example.pdf

Die fertige Datei übertrage ich mit dem Programm Calibre auf den Kindle.

Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen! 🙂