Archive for the ‘Anime & Manga’ Category

h1

Another

Mai 22, 2012

Another ist ein von P.A. Works produzierter Horror-Anime mit 12 Episoden, welche Anfang dieses Jahres im japanischen Fernsehen ausgestrahlt wurden. Ihm voraus gingen ein Roman und eine Adaption als Manga. Im August soll sogar ein Spielfilm erscheinen.

Die Serie spielt im Jahre 1998 in der Kleinstadt Yomiyama. Der 15-jährige Kouichi Sakakibara wechselt einige Wochen nach Schulanfang an die dortige Mittelschule. Er muss feststellen, dass seine neuen Klassenkameraden sich sehr eigenartig verhalten. Sie scheinen Angst zu haben, lassen Kouichi aber im Unklaren über den Grund dafür. Auch ignorieren sie ihre Klassenkameradin Mei Misaki vollkommen, so als würden sie diese überhaupt nicht wahrnehmen. Nach und nach wird klar, dass eine Art Fluch über der Schulklasse liegt, der ihre Mitglieder und deren Familien Schreckliches widerfahren lässt.

Was mir an diesem Anime sehr gut gefällt, ist die Atmosphäre. Sie fängt schon beim Opening an, dessen Lied Kyomu Densen von Ali Project sehr passend ist. Insgesamt ist die musikalische Untermalung stimmig und erzeugt eine unheimliche Stimmung. Gelungen ist auch der Spannungsaufbau, der sich bis zum Ende hin zuspitzt. Misslich ist lediglich das unrealistische Verhalten der Charaktere, wie man es auch schon aus diversen Horror-Filmen kennt: Sie handeln kein bisschen überlegt und begeben sich in unnötig gefährliche Situationen.

Wer die Genres Horror und Mystery mag, ist mit Another auf jeden Fall gut beraten. Er ist gruselig, was bei Horror-Animes häufig nicht selbstverständlich ist. Es gibt viele blutige Szenen, auch wenn diese meistens nicht ganz explizit gezeigt werden. Ich bin schon sehr gespannt auf die Umsetzung als Spielfilm…

Advertisements
h1

Umineko no Naku Koro ni

Mai 8, 2012

Wie schon sein Vorgänger Higurashi no Naku Koro ni ist diese Anime-Serie ursprünglich als Sound Novel der Gruppe 07th Expansion erschienen. Es gibt verschiedene Adaptionen als Manga und 2009 ist schließlich die erste Staffel der Anime-Serie mit bislang 26 Folgen erschienen. Der Titel bedeutet übersetzt soviel wie „Wenn sie Möwen schreien“.

Das Szenario ist ein typisches: Auf der einsamen Insel Rokkenjima treffen sich die Mitglieder der Familie Ushiromiya, um über die Verteilung des Familienerbes zu diskutieren. Das Familienoberhaupt Kinzo soll nämlich nicht mehr lange zu leben haben. Nach kurzer Zeit allerdings kommt es zu ungewöhnlichen Todesfällen unter den Besuchern. Gleichzeitig hindert sie ein Taifun an einer Abreise. Zunächst kommt es zu Verdächtigungen untereinander, doch dann finden sie eine Tafel im Anwesen, die die geschehenen Morde beschreibt und noch weitere vorhersagt. Die einzige Möglichkeit ihrer Rettung soll der Schrift zufolge das Auffinden des versteckten Familiengoldes sein, welches eine Hexe mit dem Namen Beatrice dem Familienoberhaupt Kinzo überlassen haben soll.

Auch Umineko no Naku Koro ni ist wie sein Vorgänger in mehrere Story Arcs aufgeteilt, in der ersten Staffel sind es vier. In diesen werden zahlreiche Fragen aufgeworfen, die nur zum Teil geklärt werden. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Personen auf der Insel durch übernatürliche Ursachen gestorben sind, was die Existenz von Magie beweisen würde. Genau diese versucht der Protagonist Battler Ushiromiya zu widerlegen. Auf die Aufklärung muss man allerdings noch eine Weile warten: Eine Fortsetzung des Animes ist noch nicht erschienen.

Die Serie kann den Zuschauer leicht verwirren, zum einen wegen der Vielzahl an Charakteren. Zu Beginn werden die 18 Personen, die sich auf der Insel befinden, kurz vorgestellt. Man kann sich allerdings kaum merken, in welcher (Verwandtschafts-) Beziehung sie zueinander stehen. Später wird zu den meisten von ihnen zwar der Hintergrund erläutert, doch kommen im Laufe der Story immer neue Charaktere hinzu. Zum anderen passieren häufig sehr ungewöhnliche und vor allem unerwartete Dinge, die einen glauben lassen, es mit einem Fantasy-Anime zu tun zu haben. Natürlich ist es gewollt, den Zuschauer über einiges im Unklaren zu lassen, doch man muss sich wirklich konzentrieren, um das, was einem gezeigt wird, zu verstehen.

Trotz dieser Einschränkung halte ich den Anime für sehr sehenswert, wenn einen explizite Gewalt nicht abschreckt. Mit dieser wird man nämlich der Thematik entsprechend ständig konfrontiert. Das Opening Katayoku no Tori gefällt mir sehr gut, es verwendet Italienisch und Japanisch. Interessant finde ich, dass die Geschichte oft von einer Metaebene aus betrachtet wird, in der von Battler nach Erklärungen für die Morde gesucht wird. Es gibt einige Anspielungen auf Higurashi no Naku Koro ni, zum Beispiel in Form der an Rika Furude und Miyo Takano angelehnten Charaktere. Insgesamt sind die Charaktere sehr gut dargestellt, sowohl das Charakterdesign als auch ihre Persönlichkeit betreffend. Sie alle haben ihre Schwächen, viele von ihnen sind in irgendeiner Weise boshaft. Ich bin sehr gespannt, wie wohl die Aufklärung der Geschichte aussehen wird.

h1

Himitsu – Top Secret

März 10, 2012

Dieser Manga von Reiko Shimizu umfasst bis jetzt zehn Bände und wird fortgesetzt. Er wurde auch als Anime-Serie mit 26 Folgen adaptiert. Die ersten vier Bände wurden von DragonVoice übersetzt.

Der Mystery-Manga spielt etwa 50 Jahre in der Zukunft. Es wird darin eine neue Ermittlungsmethode eingesetzt, bei der die Erinnerungen von Toten über ihre Gehirne eingesehen werden. Damit sollen Morde untersucht werden, deren Aufklärung mit gewöhnlichen Mitteln nicht möglich ist. Allerdings wird durch die umfassende Einsicht in die Erinnerungen der Untersuchten massiv in ihre und die Privatsphäre der Angehörigen eingegriffen.

Das erste Kapitel bildet einen Prolog und stellt den ersten Fall vor, bei dem MRI (Memory Reproduction Imaging) als Ermittlungsmethode eingesetzt wird. Dabei geht es um die Ermordung des Präsidenten der USA im Jahre 2055.

Im Mittelpunkt der restlichen Geschichte steht eine japanische Polizeiabteilung, die diese Methode anwendet. Geleitet wird sie vom jugendlich wirkenden Tsuyoshi Maki. Als einziger hat er es überstanden, die Erinnerungen eines bestimmten Mörders zu sehen, während seine früheren Kollegen alle dadurch wahnsinnig geworden oder gestorben sind. Ikkou Aoki kommt neu in diese Abteilung. Anfangs wird er von Maki für zu naiv gehalten, doch er scheint seinem ehemaligen besten Freund und Kollegen sehr zu ähneln.

Der technische Hintergrund der Serie (soweit er einem geboten wird) ist zwar nicht gerade plausibel, aber es ist ein spannendes Gedankenexperiment, das stark an den Film The Final Cut erinnert. Es werden dem Leser interessante Fälle geboten, die auch die Grenzen der MRI-Methode aufzeigen. So wird in den Erinnerungen nur ein sehr subjektiver Teil der Wahrheit sichtbar, denn diese wird durch die Vorstellungen oder Halluzinationen der Untersuchten verfälscht. Die Autorin schiebt gelegentlich Erläuterungen zu aktuellen Forschungen oder ähnlichem ein, die das Gehirn betreffen. Neben dem technischen Aspekt und der Lösung der Fälle werden auch psychologische und ethische Probleme beleuchtet.

Insgesamt ist die Story sehr gut durchdacht und lässt einen gespannt sein auf die Fortsetzung. Die Charaktere haben Tiefe und trotz wunderschöner Zeichnungen kommen auch grausame Szenen vor. Nicht ohne Grund war dieser Manga für den Osamu-Tezuka-Kulturpreis und zum Japan Media Arts Festival nominiert.

h1

Manga auf dem Kindle lesen

Februar 28, 2012

Manga findet man häufig nur in Form von vielen Bilddateien vor, die man nicht auf dem Kindle betrachen kann (ich weiß nicht, wie es auf anderen E-Book-Readern ist). Deswegen soll es hier darum gehen, wie man sie einfach und schnell in pdf-Dateien umwandeln kann.

Wenn man nur wenige jpg-Dateien (etwa bis zu 200 Bilder) umwandeln will, dann reicht es, den Befehl convert aus dem Paket imagemagick im entsprechenden Ordner in der Shell auszuführen.

convert *.jpg beispiel.pdf

Für viele andere Bildformate funktioniert das auch. In der Ausgabedatei sind die Bilder in ihrer alphabetischen Reihenfolge aneinandergehängt.

Wenn die Zahl der Bilder sehr groß ist, genügt der verfügbare Arbeitsspeicher oftmals nicht, um den Befehl ausführen. Dann kann man die Bilder in mehreren Blöcken umwandeln, zum Beispiel zuerst die ersten 200 Bilder.

convert {001..200}.jpg beispiel1.pdf

Häufig hat man aber viele Ordner, in denen jeweils ein Kapitel abgelegt ist. Dann kann man schnell aus jedem Kapitel ein pdf erstellen.

for NR in {001..020}; do convert $NR/*.jpg $NR.pdf; done

Dieser Befehl geht in die Ordner mit den Namen 001 bis 020 und erzeugt für jeden von ihnen eine Datei mit dem Namen des Ordners. Dann kann man sie noch zu einer einzelnen Datei zusammenfügen.

pdftk *.pdf output example.pdf

Die fertige Datei übertrage ich mit dem Programm Calibre auf den Kindle.

Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen! 🙂

h1

Higurashi no Naku Koro ni

Februar 27, 2012

Diese Animeserie ist ursprünglich als Sound-Novel erschienen. Ihre Handlung wurde ebenfalls in mehreren Manga, Hörspielen, Light Novels und als Realfilm umgesetzt. Der Titel bedeutet auf deutsch in etwa „Zur Zeit der zirpenden Zikaden“. Die ersten beiden Staffeln umfassen insgesamt 50 Folgen.

Die Serie spielt in einem friedlich wirkenden Dorf namens Hinamizawa. Keiichi ist dort neu hergezogen und freundet sich schnell mit einigen Mädchen aus seiner Klasse an. Er findet heraus, dass jedes Jahr am gleichen Tag, nämlich zur Zeit des Watanagashi-Festivals, eine Person stirbt und eine verschwindet. Am entsprechenden Tag kommt es wie die Jahre zuvor zu einem Todes- und einem Vermisstenfall. Keiichi beginnt, seine neuen Freunde zu verdächtigen, im Zusammenhang zu den Vorfällen im Dorf zu stehen. Er glaubt, dass auch sein eigenes Leben bedroht ist.

Die Serie ist in mehrere Kapitel oder auch Story Arcs gegliedert, die jeweils etwa fünf Folgen umfassen. Nach jedem dieser Kapitel beginnt die Geschichte sozusagen wieder von Neuem, nimmt aber einen anderen Verlauf und andere Charaktere rücken in den Vordergrund. Es gibt Frage- und Antwortkapitel, die die Geschehnisse aus den Fragekapiteln erklären. Allerdings werden in der Serie insgesamt mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. Aufklärung verspricht die Fortsetzung Higurashi no Naku Koro ni Kai, die die zweite Staffel bildet und nur aus Antwortkapiteln besteht (ich habe sie noch nicht gesehen). Die dritte Staffel, Higurashi no Naku Koro ni Rei, ist als fünfteilige OVA erschienen und ihre Handlung ist relativ unabhängig von den ersten Staffeln.

Dieser Anime ist sicher nichts für Zartbesaitete, er ist nämlich dem Horror-Genre zuzuordnen und zeigt Szenen mit expliziter Gewalt. Im krassen Gegensatz dazu stehen andere Passagen, die einen Eindruck von einem Comedy-Anime vermitteln. Ich empfehle die Serie nicht, wenn ihr nach lockerer Unterhaltung sucht, denn sie ist wirklich düster, auch wenn man am Anfang einen anderen Eindruck hat. Das zeigt auch dieser Post.

h1

No. 6

Februar 25, 2012

No. 6 ist der Name einer japanischen Novelle, die mit neun Bänden abgeschlossen ist. Letztes Jahr sind auch ein Anime und ein Manga dazu erschienen. Der Anime ist mit elf Folgen abgeschlossen, der Manga umfasst bislang drei Bände und wird fortgesetzt.

Die Story ist in der nahen Zukunft angesiedelt und handelt von der Stadt No.6, die vollständig kontrolliert wird und einem Überwachungsstaat gleicht. Im Mittelpunkt stehen Shion und Nezumi, der vom anderen gerettet wird, als die Regierung ihn verfolgt. Daraufhin steigt Shion in der sozialen Hierarchie der Stadt ab und verliert viele seiner Privilegien, die er zuvor genoss. Nachdem sich Shion negativ über No. 6 äußerte, wird er für die seltsamen Todesfälle verantwortlich gemacht, die sich dort ereignen.

Die Novelle wurde von Nostalgia on 9th Avenue schon recht weit übersetzt, der Manga unter anderem von September Scanlations (wenn auch nicht ganz vollständig).

Ich finde diese Serie sehr empfehlenswert. Sie enthält viele Sci-Fi-Elemente und zeigt eine dystopische Zukunft. Die Charaktere und ihre Entwicklung wirken glaubhaft. Obwohl es einige Andeutungen in Richtung Shounen-Ai gibt, fällt sie streng genommen nicht in diese Kategorie. Sie wirkt durch ihre Story und die Action eher wie ein Shounen-Manga.