Archive for Juni 2012

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Ali Project

Juni 14, 2012

Ali Project ist eine japanische Band, die seit 1988 besteht, damals noch unter dem Namen Ant Project. Ihre Mitglieder sind Arika Takarano, die die Texte schreibt sowie Sängerin der Band ist, und Mikiya Katakura, der für die Musik und Komposition zuständig ist.

Der Musikstil ist schwer zu beschreiben, denn ihre Lieder sind nicht nur sehr unterschiedlich, sondern auch ein einzelnes Lied kann eine Mischung vieler verschiedener Richtungen sein. Am ehesten beschreibt sie noch das Genre Progressive Rock, doch oft klingen sie auch sehr nach Klassik. Es tauchen ebenfalls Elemente aus Pop, Jazz und elektronischer Musik auf. Insgesamt ist der Sound eher düster und mysteriös, jedoch sind vor allem unter den älteren Werken auch heitere, helle Lieder.

Ausgefallen und abwechslungsreich sind auch die Kostüme der Sängerin Arika, in denen sie für CD-Cover posiert, in Musikvideos erscheint oder auf Konzerten auftritt. Wegen dieser wird sie manchmal mit Lady Gaga verglichen, obwohl ihre Musik sich stark unterscheidet. Am häufigsten sieht man Arika in aristokratischen Gothic-Lolita-Outfits.

Besonders in der Anime- und Manga-Szene sind Ali Project bekannt, da von ihnen diverse Anime-Soundtracks stammen, unter anderem zu Another, Code Geass, .hack, Noir und Rozen Maiden. Im Mai 2011 ist das Best-Album Queendom erschienen, für den Juli dieses Jahres ist ein neues Album mit dem Titel Gansakushi angekündigt.

Ich mag Ali Project, da sie so einzigartig sind. Mir fällt keine andere Band ein, die einen ähnlichen Musikstil hätte wie sie. Die Harmonien sind ungewohnt, es gibt viele Dissonanzen, weshalb ich auch nicht alle Lieder von ihnen mag. Es lohnt sich deshalb durchaus, mehrere anzuhören, bevor man ein Urteil fällt. Besonders empfehlen kann ich zum Beispiel Kinjirareta Asobi, Datengoku Sensen, Troubadour und Seishoujo Ryouiki.

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Disgaea: Hour of Darkness

Juni 7, 2012

Disgaea ist eine Serie von Strategie-Rollenspielen, die von Nippon Ichi Software entwickelt wurden. Ich spiele momentan den ersten Teil, Disgaea: Hour of Darkness, als Portierung für den Nintendo DS. Erstmalig erschien dieser 2003 für die PlayStation 2. Auf ihm basieren auch ein Manga und eine (angeblich ziemlich schlechte) Anime-Serie.

Im Mittelpunkt des Spiels steht der Dämonenprinz Laharl, der nach 2-jährigem Schlaf erfährt, dass sein Vater gestorben ist. Dieser war der König der von Dämonen bevölkerten Netherworld, deren Herrschaft Laharl nun an sich reißen möchte. Dabei unterstützt wird er von seiner hinterlistig wirkenden Vasallin Etna.

Im Spiel wird abwechselnd die Story in witzigen Dialogen erzählt, man läuft mit Laharl in seinem Schloss herum und man kämpft gegen Gegner.

Den Großteil des Spiels bilden die Kämpfe, welche auf einer isometrischen Karte stattfinden. Auf diese kann man bis zu zehn seiner Charaktere schicken, um die Gegner anzugreifen. Hierbei wird der Double Screen des Nintendo DS sehr gut genutzt, man sieht nämlich auf dem oberen Bildschirm eine Übersichtskarte und auf dem unteren Bildschirm eine Schrägansicht und Menüs. Die Strategie ist sehr wichtig, denn das Kampfsystem ist relativ komplex. Man kann eigene Charaktere und Gegner werfen, was verschiedene Effekte hat.  Die Bodenplatten sind unterschiedlich eingefärbt und erhalten durch sogenannte „Geo Symbols“ Boni. Die Symbole kann man zerstören und so Schaden verursachen sowie die Farbe der Bodenplatten ändern, was manchmal riesige Kettenreaktionen auslöst.

Zwischen den Kämpfen kann man seine Charaktere heilen, ausrüsten oder neue erstellen. Dabei hat man viele Klassen zur Auswahl, es werden auch im Laufe des Spiels immer mehr freigeschaltet. Es gibt also jede Menge Möglichkeiten, die eigene Truppe nach Belieben zu gestalten. Die Hauptcharaktere sind sehr sympatisch, denn sie alle haben irgendwelche Macken, so ist Laharl größenwahnsinnig und versucht um jeden Preis, böse zu wirken. Die Vielfalt an Features ist riesig, zum Beispiel kann man Items aufwerten, indem man in die Item World reist und sich durch Dungeons schlägt. Obwohl man dadurch eine recht lange Spielzeit hat, bleibt das Spiel spannend.

Ich würde Disgaea jedem empfehlen, der ein Fan von Rollenspielen ist. Es ist übrigens auch sehr gut geeignet, um langweilige Vorlesungen interessanter zu machen. 😉