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Frühjahrsputz für Informatiker

April 2, 2012

Ich habe es tatsächlich noch in den Semsterferien geschafft, meinen Rechner neu aufzusetzen! Bei dieser Gelegenheit habe ich auch gleich meine Daten neu sortiert und dabei mein Home-Verzeichnis auf weniger als die Hälfte reduziert.

Mehrfach verschachtelte Ordner mit Namen wie „Blubb“ oder „Bla“ sind wirklich nicht besonders sinnvoll… Damit man da den Überblick nicht verliert, ist es hilfreich, ein Programm zu verwenden, das einem das Dateisystem grafisch anzeigt. Dafür habe ich xdiskusage benutzt. Man sieht dort sehr übersichtlich, wie der Platz genutzt wird. Ich habe beispielsweise so zwischen Dokumenten versteckt ein Verzeichnis mit 100 GB nicht mehr benötigten Daten entdeckt.

Das Betriebssystem habe ich von Arch Linux zu Xubuntu gewechselt. Der Grund dafür ist, dass man bei Arch Linux einen höheren Wartungsaufwand hat. Man braucht länger, bis alles eingerichtet ist, und nach Updates passiert es häufig, dass nicht mehr alles funktioniert wie vorher. Dadurch muss man sich viel mit der Konfiguration befassen. Dagegen verliefen bei Xubuntu sowohl die Installation als auch die nachfolgende Einrichtung problemlos, obwohl ich den alternativen Installer zur Full Disk Encryption benutzt habe. Die Installation dauerte kaum eine Stunde.

Auch die grafische Oberfläche habe ich dadurch gewechselt, nämlich von Gnome 3 zu Xfce. Mit dieser Veränderung bin ich bislang sehr zufrieden. Gnome 3 ist nämlich relativ langsam und man ist durch den Fenstermanager so eingeschränkt, dass die Bedienung umständlich ist. Man kann daran auch nur wenig ändern, da es wenige Konfigurationsmöglichkeiten gibt.  Xfce hat eine große Ähnlichkeit mit Gnome 2, welches ich vor Gnome 3 genutzt habe. Zusätzlich hat es einige Funktionen, die es leichter machen, Fenster platzfüllend anzuordnen. Angenehm finde ich auch die Möglichkeit, auf dem Desktop anstatt des Inhalts des entsprechenden Ordners die laufenden Anwendungen anzuzeigen.

Der Umstieg hat sich für mich wirklich gelohnt. Durch das Aufräumen meiner Dateien und die neue Installation ist wieder mehr als die Hälfte meiner Festplatte frei (vorher hatte ich Platzprobleme). Mein neues System finde ich leichter zu bedienen und es verursacht weniger Aufwand bei der Wartung.

2 Kommentare

  1. Sehr schön 🙂
    – ich hab auch vor kurzem ein neues /home bekommen,
    als verschlüsseltes 2Tb raid1 über 2 Platten *swag*.
    – der höhere Wartungsaufwand ist genau das, was mich bisher immer wieder von Arch weggetrieben hat (auch, wenn meine Versuche da nie so lange durchhielten.).
    – gnome3 ging mir als xmonad user auch zunehmend auf die Nerven (ich frankensteine das ja gern zusammen) – xfce kann nicht zufällig tiling ähnliche Dinge nett über Tastenkombinationen machen?


  2. Es gibt da ganz nette Tiling-ähnliche Funktionen, das meine ich auch mit platzfüllender Anordnung. Man kann zum Beispiel über Tastenkombinationen ein Fenster vergrößern, sodass es den Platz neben einem anderen Fenster komplett ausfüllt. Das gibt es auch getrennt nur für die horizontale und die vertikale Richtung. Ich nutze das sehr gerne.



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