Archive for März 2012

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Veganes von der Vleischerei

März 23, 2012

Die Vleischerei ist ein veganes Bistro in Leipzig (Stadtteil Plagwitz), das ich im Zuge meiner Buchmesse-Aktivitäten besucht habe. Ich ernähre mich selbst zwar nicht vegan, bin aber zumindest Vegetarierin. Da freut es einen natürlich besonders, mal etwas Fleischähnliches zu bekommen, das frei von tierischen Produkten ist. Auf der Speisekarte der Vleischerei stehen nämlich Vöner, Bürger, Gyros, Currywürst, Thüringer und Steäk (ja, die sind da wirklich so geschrieben). Ich denke, dass angesichts dieser Angebote auch Nicht-Vegetarier auf ihre Kosten kommen sollten. Naschereien wie vegane Gummiteddys und Smarties werden ebenfalls angeboten. Lustig sind auch die krummen Öffnungszeiten. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, wenn man gerade in der Gegend ist.

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Leipziger Buchmesse 2012

März 20, 2012

Ich war dieses Jahr das erste mal auf der Leipziger Buchmesse.
Für diejenigen, die sich darunter nicht so viel vorstellen können: Nun, was tut man so auf einer Buchmesse? Verlage, Zeitschriften oder Vereine haben dort Stände, man kann an Lesungen teilnehmen oder Autoren treffen. Es ist möglich, in ausliegenden Büchern zu stöbern.

Ich war nur einen Tag auf der Messe und habe es nur in drei der fünf Hallen geschafft, auf die die Messe verteilt war. Natürlich habe ich es nicht geschafft, alles zu sehen, was ich mir vorgenommen hatte. Wobei diese „Planung“ recht spontan stattfand, nämlich direkt auf den dort aushängenden Karten. Nächstes Jahr werde ich mir auf jeden Fall vorher ein paar Stände raussuchen, die ich auf jeden Fall besuchen möchte (und eine Karte besorgen).

Hauptsächlich war ich in dem Bereich, in dem man alles zu Comics, Rollenspiel und Fantasy finden konnte. Dort waren unter anderem ein Go-Bereich, ein Anime-Kino und diverse Merchansising-Stände. Bei Spiele-Verlagen wie Pegasus Spiele (von ihnen ist beispielsweise Munchkin) konnte man Neuerscheinungen gleich ausprobieren.

Besonders erstaunt hat mich die große Menge an Cosplayern. Es waren nicht nur viele Charaktere aus in Deutschland bekannten Anime und Manga vertreten, sondern auch aus eher unbekannten Serien, die zum Teil nie in Europa erschienen sind. Dazu zählen zum Beispiel No. 6, Higurashi no Naku Koro ni, Mahou Shoujo Madoka Magica und Steins;Gate. Es gab aber auch Cosplayer zu Filmen, Fernsehserien und sogar Musicals.

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Himitsu – Top Secret

März 10, 2012

Dieser Manga von Reiko Shimizu umfasst bis jetzt zehn Bände und wird fortgesetzt. Er wurde auch als Anime-Serie mit 26 Folgen adaptiert. Die ersten vier Bände wurden von DragonVoice übersetzt.

Der Mystery-Manga spielt etwa 50 Jahre in der Zukunft. Es wird darin eine neue Ermittlungsmethode eingesetzt, bei der die Erinnerungen von Toten über ihre Gehirne eingesehen werden. Damit sollen Morde untersucht werden, deren Aufklärung mit gewöhnlichen Mitteln nicht möglich ist. Allerdings wird durch die umfassende Einsicht in die Erinnerungen der Untersuchten massiv in ihre und die Privatsphäre der Angehörigen eingegriffen.

Das erste Kapitel bildet einen Prolog und stellt den ersten Fall vor, bei dem MRI (Memory Reproduction Imaging) als Ermittlungsmethode eingesetzt wird. Dabei geht es um die Ermordung des Präsidenten der USA im Jahre 2055.

Im Mittelpunkt der restlichen Geschichte steht eine japanische Polizeiabteilung, die diese Methode anwendet. Geleitet wird sie vom jugendlich wirkenden Tsuyoshi Maki. Als einziger hat er es überstanden, die Erinnerungen eines bestimmten Mörders zu sehen, während seine früheren Kollegen alle dadurch wahnsinnig geworden oder gestorben sind. Ikkou Aoki kommt neu in diese Abteilung. Anfangs wird er von Maki für zu naiv gehalten, doch er scheint seinem ehemaligen besten Freund und Kollegen sehr zu ähneln.

Der technische Hintergrund der Serie (soweit er einem geboten wird) ist zwar nicht gerade plausibel, aber es ist ein spannendes Gedankenexperiment, das stark an den Film The Final Cut erinnert. Es werden dem Leser interessante Fälle geboten, die auch die Grenzen der MRI-Methode aufzeigen. So wird in den Erinnerungen nur ein sehr subjektiver Teil der Wahrheit sichtbar, denn diese wird durch die Vorstellungen oder Halluzinationen der Untersuchten verfälscht. Die Autorin schiebt gelegentlich Erläuterungen zu aktuellen Forschungen oder ähnlichem ein, die das Gehirn betreffen. Neben dem technischen Aspekt und der Lösung der Fälle werden auch psychologische und ethische Probleme beleuchtet.

Insgesamt ist die Story sehr gut durchdacht und lässt einen gespannt sein auf die Fortsetzung. Die Charaktere haben Tiefe und trotz wunderschöner Zeichnungen kommen auch grausame Szenen vor. Nicht ohne Grund war dieser Manga für den Osamu-Tezuka-Kulturpreis und zum Japan Media Arts Festival nominiert.

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Wie ich Kanji lerne

März 6, 2012

…oder es zumindest versuche. Kanji sind die aus dem Chinesischen stammenden Zeichen, von denen es mehrere Tausend  gibt. Mein Ziel sind die Jouyou-Kanji, das sind die etwa 2000 Schriftzeichen, die in Japan bis zur Oberschule behandelt werden.

Dabei lerne ich nur die Schreibweise und die Bedeutung, jedoch nicht die Lesungen. Ich folge der von James Heisig erfundenen Methode und seinem Buch „Die Kanji lernen und behalten„.
Darin wird jedem Kanji genau ein Stichwort zugewiesen. Zu jedem Zeichen erfährt man, aus welchen Bestandteilen es aufgebaut ist. Es kommen Kanji erst vor, wenn zuvor ihre einzelnen Bestandteile behandelt wurden. Man merkt sie sich durch kleine Geschichten, die am Anfang vorgegeben werden und die man sich später selbst ausdenkt.

Vor etwa sieben Wochen habe ich damit angefangen und inswischen kann ich um die 800 Kanji. Jeden Tag lerne ich 10 bis 20 von ihnen. Natürlich würde ich sie leicht wieder vergessen, wenn ich sie nicht regelmäßig wiederholen würde. Dafür benutze ich Anki, ein SRS (spaced repetition system). Das ist eine Karteikarten-Software, mit der man effektiv große Mengen an Informationen ins Langzeitgedächtnis bekommt. Seit kurzem habe ich ich auch dieses Poster, auf dem sämliche Jouyou-Kanji abgebildet sind.